Elora, das regenbogenbunte Einhorn

 

Der erste Band dieser Fantasy-Geschichte ist 2007 in einer Kleinauflage erschienen, die innerhalb kurzer Zeit vergriffen war.

 

Seit Dezember 2014 ist er in einer überarbeiteten Fassung neu verlegt und ist hier direkt über mich, über Amazon oder den Buchhandel erhältlich. Elora kann auch als eBook erworben werden und ist auch im eBook-Verleih ausleihbar.

Wer das Buch direkt über mich bestellt, bekommt es auf Wunsch mit einer persönlichen Widmung und von mir signiert.

12,90 €

Leseprobe:

 

Copyright ®      Renate Schweitzer und Freunde

 

Tel.: 08372 / 923 7 924       

Email: elora.einhorn@yahoo.de               

Internet: www.alanjas-schatzkiste.de

Facebook-Fanclub: https://www.facebook.com/pages/Elora-Einhorns-Freunde/348942871950898?ref=bookmarks

 

Alle Rechte der Verbreitung in deutscher und allen anderen Sprachen, sowie durch Film, Funk und Fernsehen, fotomechanische Wiedergabe, Ton- und Datenträger jeder Art und auszugsweisen Nachdrucks sind verboten und bedürfen einer Genehmigung der Autorin.

 

Vorwort                                                       

Diese Geschichte entstand zwischen 2000 und 2003 in einem Rollenspiel-Club im Internet. Die Clubmitglieder kennen sich zum Großteil nicht persönlich, jeder, der einen Internet-Zugang hat, konnte diesem Club beitreten, somit sind die Autoren dieser Geschichte über ganz Deutschland und sogar bis ins Ausland verteilt. Die Clubmitglieder spielten eine oder mehrere der vorkommenden Charaktere und Wesen, die sich jeder Teilnehmer selbst ausgedacht hat.

Ich habe den Grundstein der Story gelegt und später dann aus Hunderten von Einzelteilen diese Geschichte im Zusammenhang geschrieben und 2007 als Kleinauflage veröffentlicht.

 

Ich danke all meinen treuen Internetfreunden, die an dieser wunderschönen Geschichte mitgewirkt haben, und ohne die dieses Märchen nie entstanden wäre.

 

Elora, das regenbogenbunte Einhorn

 

Der kleine Schmetterling...

… hat einen langen Weg hinter sich gebracht, als er sich endlich auf einem Baumwipfel nieder lässt. „Welch atemberaubende Aussicht!“ denkt er sich. Er kann von diesem Punkt aus sehr viel überblicken, er sieht eine kleine Lichtung mit einem Bächlein, einen bis an den Horizont reichenden Wald, der bestimmt so manches Geheimnis birgt. Rechts von diesem Wald bauen sich riesige Berge auf.

 

Der Schmetterling hat gehört, dass in diesem Wald die wundersamsten und seltensten Wesen Zuhause sind, es soll hier Elfen, Kobolde, Gnome, Zauberer und sogar Einhörner geben.

Er seufzt leise, endlich hat er es geschafft, endlich ist er dort angekommen wo die ganzen Sagen ihren Ursprung haben. Auf der Lichtung vor dem Wald steht eine Hütte mit einem kleinen Kräutergarten und einer kunterbunten Auswahl an Blumen. Da zieht es den kleinen Schmetterling hin, --- aber diese Geschichte beginnt anderswo:

 

 

Eloras Wunsch

Die Sonne strahlt aus einem blauen Himmel herab. Vöglein zwitschern ihre schönsten Lieder. Ein Einhorn bewundert den schönen bunten Schmetterling, der sich auf der gelben Blüte niedergelassen hat. Was für ein schöner Tag. Ein zweites Einhorn streckt sich, steht auf und geht zur Wasserstelle. Verzückt schaut es auf sein Spiegelbild:  “Schon bald werden wir hier zu dritt sein im Einhornwald.“

 

Die Tage vergehen wie im Flug, und eines Tages stehen die beiden Einhörner gespannt vor einem großen Ei, in dem es verdächtig rumpelt. Die Schale bekommt einen ersten Riss, dann einen zweiten. „Unser Kind wird nun geboren“, freuen sich die Einhörner. Aus den großen dunklen Augen von Mama Einhorn kullern dicke Freudentränen, und wo sie hinfallen erblühen die schönsten Blumen, die es je im Einhornwald zu bewundern gab.

Nun springt die Schale vollends auf und ein kleines Einhorn krabbelt daraus hervor. „Oh, wie bunt hier alles ist und wie es duftet!“ ruft es aus. Die Eltern stehen glücklich neben der zerbrochenen Eierschale und begrüßen ihr Kind liebevoll. „Du sollst Elora heißen“. Elora versucht aufzustehen, wackelt aber noch sehr auf den kleinen Beinchen. „Hallo Welt, hier bin ich, lass mich Dich entdecken“, ruft sie mit ihrer hellen Kinderstimme aus. Sie läuft ein paar Schritte auf die kleine Lichtung zu. „Uiii, was bist denn du für ein buntes Wesen?“ „Ich bin ein Schmetterling“. Elora schaut dem Schmetterling zu, wie er munter auf und ab flattert, von Blüte zu Blüte fliegt und dort den Nektar trinkt. „Mami, werde ich auch mal so schön bunt sein wie der?“ Die Mutter lacht, „nein mein Kind, Du bist ein Einhorn, und Einhörner sind schneeweiß.“

 

Ein paar Tage später äsen die Einhorn-Eltern auf der sonnenbeschienenen Lichtung des Einhornwaldes und Elora hüpft übermütig durch die bunten Blumen und versucht, ebenso wie der bunte Schmetterling durch die Luft zu fliegen. Ein Hops und *platsch* landet sie genau in dem kleinen Bach, der quer durch die Wiese fließt. „Blubber grrr, so ein Missgeschick“ Elora blickt verdutzt, aber das Wasser ist nicht unangenehm. Es umschmeichelt den kleinen Körper wie Streicheleinheiten und es glitzert dabei fein silbern. „Mami, was ist das? Es ist toll!“ ruft Elora. „Das ist Wasser. Es gibt Lebewesen, die benötigen Wasser zum Trinken.“ „Solche wie der bunte Schmetterling?“ fragt Elora. „Nein, der trinkt den Nektar aus den Blüten dieser Wiese.“ „Und wir? Können wir Wasser trinken?“ „Wir können, müssen es aber nicht. Ein Einhorn kommt sein ganzes Leben lang ohne Wasser aus, aber wir baden sehr gerne darin, so wie Du es gerade tust, weil es die Haut streichelt und dieses Gefühl ist angenehm.“ 

 

Elora steht auf und schüttelt sich, so dass tausend silberne Tropfen um sie herum verspritzt werden. Und überall da, wo ein Tropfen die Erde berührt, sprießt eine schöne bunte Blume hervor.

Dann entdeckt Elora eine Hütte, die in der Mitte der Lichtung steht. Feine Rauchschwaden ziehen aus dem Kamin, also muss die Hütte bewohnt sein. „Mami, darf ich hinüberlaufen zu der Hütte?“ „Ja, mein Kind, lauf nur. Dort wohnt Melvine, die Zauberin des Einhornwaldes. Sie wird sich über Deinen Besuch freuen.“

Elora trippelt fröhlich der Hütte entgegen. Vor dem Eingang ist ein wunderschöner Kräutergarten angelegt, in dem es die ausgefallensten Kräuter gibt. Elora nascht an einem Blättchen. „Hmm, köstlich.“ Sie genießt den besonderen Geschmack der Pflanze.

„Hallo Melvine, bist Du zu Hause? Ich möchte Dich besuchen.“ Mit dem Huf scharrt sie an der Haustüre, die sich daraufhin öffnet. Melvine tritt heraus und freut sich wirklich über den kleinen Besucher. Sie nimmt ihre Schürze ab und setzt sich auf die Bank vor der Hütte. Elora möchte gerade noch ein Kräutlein pflücken, als Melvine sie ermahnt: „Sei vorsichtig Elora, die Kräuter dieses Gartens haben Zauberkräfte. Es könnte unangenehme Folgen für Dich haben, wenn Du ein falsches erwischt.“ Elora schaut erschreckt drein, sie hat ja schon eines vernascht. Hoffentlich fällt ihr nun nicht der Schweif ab oder so was. Aber Melvine beruhigt sie: „Von nur einem Pflänzchen wird nicht viel passieren, keine Angst also.“

 

Elora ist erleichtert und hüpft übermütig durch den Garten der Zauberin. Dann entdeckt sie, dass über den Blüten des Blumenbeetes eine große Anzahl bunter Schmetterlinge flattert. Sie bleibt abrupt stehen, legt den Kopf schief und überlegt... „Du Melvine, bist Du eigentlich eine mächtige Zauberin?“ „Das will ich wohl meinen“, nickt Melvine. „Warum fragst Du?“ „Oh bitte Melvine, ich wäre soooo gern auch so bunt wie die Schmetterlinge da, kannst Du das machen?“ Melvine lächelt. „Ja, Elora, das kann ich schon. Ich muss nur ein paar Kräuter mischen und einen Zauberspruch aufsagen, während Du die Mixtur trinkst. Du musst aber vorher Deine Eltern fragen, ob sie es erlauben.“

 

Elora ist ganz aufgeregt und läuft schnell zu den Eltern. „Mami, Mami, Melvine kann mich so bunt machen wie ein Schmetterling, darf ich Mami? Ich wünsche es mir so sehr.“ Mama Einhorn lächelt ihren Spross liebevoll an. Sie weiß, dass der Zauber nach kurzer Zeit seine Wirkung wieder verlieren wird und denkt sich, warum soll sie der kleinen Elora diese Freude nicht gönnen. „So lauf schnell zu Melvine und las Dir Deinen Wunsch erfüllen.“ Elora ist völlig aus dem Häuschen, weil die Mama es erlaubt hat und galoppiert wie wild zu Melvines Häuschen zurück. Sie stolpert mehrfach über die eigenen langen Beine, so aufgeregt ist sie.

 

Melvine hat inzwischen die Kräuter gesammelt, die für den Zauber nötig sind, hat daraus eine Mixtur zubereitet und erwartet das Einhorn-Kind bereits. „Hier Elora, diese Mixtur musst Du trinken, sie wird aber nicht sehr gut schmecken. Möchtest du immer noch bunt werden?“ Elora lässt sich von dem bitteren Geschmack der Mixtur nicht abhalten. Melvine murmelt einen Spruch, während Elora mit verzerrtem Gesicht todesmutig das Gebräu trinkt. Und siehe da, kaum ist der Becher leer, beginnen sich die Haare ihrer Mähne und des Schweifes in allen Regenbogenfarben zu verändern. Elora ist entzückt und bedankt sich artig bei Melvine. Dann läuft sie schnell zu den Eltern, damit auch diese die bunte Pracht bewundern können.

 

Eine Gestalt wandert auf dem Weg zu Melvines Häuschen. Sie ist nicht größer als einen halben Meter und trägt einen dunklen, breitkrempigen Hut „Welch eine freudige Überraschung!“ ruft Melvine, als sie ihren alten Freund entdeckt. Es ist Mellock, der Hüter der Wurzeln. Sie nimmt ihn an ihrem Gartentor in Empfang und bittet ihn, auf der Bank Platz zu nehmen. Dann geht sie ins Haus, um Teewasser aufzusetzen. Kurz darauf taucht eine weitere Gestalt in Melvines Garten auf. Es ist die Zauberin Ankhara. Sie begrüßt Mellock und setzt sich zu ihm auf die Bank. Mellock lächelt sie an und erwidert freundlich ihre Begrüßung. Dann steht er doch noch einmal auf und geht ins Haus. „Ich habe Dir ein paar seltene Wurzeln aus dem Wurzelwald mitgebracht“, sagt er zu Melvine. Sie freut sich sehr über die Wurzeln weil es diese in ihrem Teil des Waldes leider nicht gibt.

Melvine bittet ihn, das Tablett mit den Tassen vom Tisch zu nehmen, während sie selbst mit dem Teekessel hantiert. Dann gehen beide wieder nach draußen, wo Melvine nun auch Ankhara begrüßt.

 

Die Freunde trinken Tee und unterhalten sich angeregt. Melvine freut sich über den gemütlichen Nachmittag und hat das Einhorn-Kind längst vergessen.

Elora ist inzwischen bei den Eltern und zeigt voller Stolz ihren farbigen Schweif. Die Mutter blickt von den Gräsern auf und bewundert die Farbenpracht. Vater Einhorn ist der Meinung, dass es nie zuvor ein hübscheres Einhorn-Kind gegeben hat. 

 

Inzwischen sind einige Tage vergangen und Elora hat die Zauberin jeden Tag besucht. Melvine denkt, dass nun langsam die Wirkung des Zaubers nachlassen müsste, aber es verändert sich nichts. Mähne und Schweif des Einhorn-Kindes leuchten auch weiterhin in allen Regenbogenfarben. Langsam wird es Melvine bewusst, dass die Dosis der Zauberkräuter wohl zu hoch gewesen ist. So wie es aussieht, wird Elora ihre Farben wohl behalten. Im Grunde steht es dem Kind ja gut und Elora freut sich so sehr über ihre Farben. Aber wie soll Melvine den Eltern beibringen, dass der Zauber eine dauerhafte Wirkung hat. Ihr ist leicht mulmig zumute bei dem Gedanken. Aber bei einem Gespräch mit Eloras Eltern stellt sich heraus, dass auch die beiden der Meinung sind, Ihr Kind hätte nie schöner ausgesehen.

 

.............................

 

... Die FEEnzauberin wird mit einem Schlag hellwach... da war doch was? Sie sieht die kleine Koboldin davon eilen und erhebt sich flirrend in die Luft. Die Anderen schlafen tief und fest. Wo will Macbeah denn hin? Nun vernimmt auch die kleine Elfe das seltsame Seufzen von weit her. Oh je, Macbeah will doch wohl nicht...? So ganz alleine? Nun ist die FEEnzauberin in der Zwickmühle, jemanden wecken und alle aufschrecken? Nein, schnell hinterher. Schon hat sie die kleine Koboldin aus den Augen verloren. Die FEEnzauberin fliegt erst ein wenig nach rechts, dann nach links, sie lauscht in die dunkle Nacht hinein und folgt dann dem Seufzen. Weit vor sich sieht sie dann Macbeah zwischen den Bäumen und Sträuchern hindurch huschen. „Macbeah!!! Warte bitte! Es scheint mir gefährlich, nachts alleine durch den Wald zu streifen! Wo willst du denn hin?“ Aufgeregt schwirrt die Elfe um Macbeahs Kopf herum, nachdem sie sie eingeholt hat.

 

Elora liegt eng an Satu und Conway gekuschelt und schläft tief. Hin und wieder zucken ihre Beinchen und knuffen die beiden Anderen, was diese aber nicht merken, da sie ebenfalls tief schlafen. Elora träumt. Es ist ein sehr intensiver Traum. Sie sieht die Zenturie in einiger Entfernung stehen und mit den Hufen scharren. Hämisch lacht dabei das hübsche Gesicht. Das passt so gar nicht zu der Schönheit der Kreatur. Dort wo die Zenturie steht, ist der Schnee verschwunden, die Erde ist ausgedörrt und wirkt wie tot. Da tauchen plötzlich Macbeah und FEEnzauberin bei der Kreatur auf. Im gleichen Moment beginnt es wieder zu stürmen. Elora strampelt nun so heftig mit den Beinen, dass ihr Huf nun doch Satu weckt. Die sieht sich um und muss sich erst einmal vergegenwärtigen, wo sie überhaupt ist. Alles wirkt ruhig, alle schlafen, nur Elora zappelt ziemlich und schlägt mit den Beinen um sich. Gerade will sich Satu wieder hinlegen und weiterschlafen, als sie bemerkt, dass Macbeah und FEEnzauberin fehlen. Ihr ist unbehaglich zumute. Soll sie Elora wecken? Oder lieber eine der Zauberinnen? Oder soll sie sich alleine auf die Suche nach den Beiden machen? Sie tritt aus dem Unterschlupf heraus und schaut sich um. Da sich Satu jedoch vor der Zenturie fürchtet und sie vermutet, dass die noch in der Nähe ist, wagt sie es dann doch nicht alleine. Das kleine Einhorn ist in heller Aufruhr.

 

Doch noch bevor Satu zu einem Entschluss kommt, spürt sie plötzlich wieder die Kälte wie tausend Nadelstiche auf ihrem Fell. Eine Schneewehe kommt auf sie zu und überschüttet sie. Der Sturm lebt wieder auf. Ein Stückchen weiter hält Macbeah erschrocken inne und die FEEnzauberin kämpft gegen den Wind. Entsetzt machen die beiden kehrt und versuchen, so schnell wie möglich zur Gruppe zurückzukommen. Macbeah bekommt ein schlechtes Gewissen. War es ihre Schuld, dass das Unwetter so plötzlich wieder kommt? Die anderen sind inzwischen auch wach geworden und versuchen zu begreifen, was geschieht. Während sie versuchen, sich vor der Kälte zu schützen, lässt Conway ein wütendes Wiehern hören und galoppiert in die Nacht hinaus in die Richtung, aus der der Sturm kommt. So nah war er der Zenturie noch nie gekommen. Jetzt musste es klappen. Jetzt musste er sie finden und ihr sein Horn wieder abnehmen. Mit weit geöffneten Augen kämpft er sich gegen den Wind durch den Wald...

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