last minute in die Karibik

 

Dies ist die Geschichte eines Urlaubs, der ein Traumurlaub werden sollte aber ein Alptraum-Urlaub wurde. Die Handlung ist nicht erfunden, es hat sich alles tatsächlich genauso zugetragen.

Aber keine Sorge, es ist spannend und humorvoll beschrieben und Sie werden sicher Ihren Spaß beim Lesen haben. Versprochen!

Leseprobe:

 

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Vorwort

Dies ist die Geschichte eines Urlaubs, der ein Traumurlaub werden sollte, aber ein Alptraum-Urlaub wurde.

Die Handlung ist nicht erfunden, es hat sich alles tatsächlich genauso zugetragen. Lediglich eventuell benutzte Namen anderer Urlauber wurden geändert.

 

Durch die ausgesprochen positive Erfahrung mit unserem ersten last-minute-Urlaub hatten wir bei der Buchung sehr wichtige Kriterien einfach missachtet und reichlich naiv daran geglaubt, dass es nur seriöse Angebote gibt.

 

Ich habe in dieser Erzählung versucht, humorvoll und spannend das wieder zu geben, was wir während dieser Karibik-Reise erlebt haben.

Es gab sehr viele interessante Dinge zu entdecken und durchaus auch sehr schöne Erlebnisse.

 

Der DomRep-Virus

... Mehrere Kollegen meines Mannes waren dieses Jahr mit last-minute-Reisen „all inklusive“ in der Dominikanischen Republik und alle waren restlos begeistert. Schließlich ließen wir uns von dieser Begeisterung anstecken und erkundigten uns nach entsprechenden Angeboten. Im Videotext wurden wir fündig, ein Reisebüro in Essen bot all-inklusive-Reisen in die Dominikanische Republik an, und es kam per Telefon eine Buchung zustande...

 

...Das Wenige, was wir über das Hotel erfuhren, hörte sich recht vielversprechend an. So z.B., dass die Anlage nur wenige Meter vom Meer entfernt liegt und 3 Sterne hat. Wir hatten ja bereits gute Erfahrungen mit last-minute-Reisen gemacht, und so waren wir voller Optimismus und fest entschlossen, das Beste aus dieser Reise herauszuholen....

 

...Nach Ortszeit war es etwa 18.00 Uhr, als wir montags unser Traumziel erreichten und auf dem Flughafen von Puerto Plata landeten. Es war noch hell, die Sonne lachte und unsere Herzen jubelten. Als wir aus unserem klimatisierten Jumbo ausstiegen, erschlug uns die Hitze regelrecht. 36 Grad im Schatten wurden uns präsentiert, so richtig was für Sonnenhungrige wie uns.

 

Der Flugplatz in Puerto Plata ist nicht sehr groß, entsprechend sind auch die Förderbänder in der Kofferausgabe. Es dauerte sehr lange, bis wir endlich unser Gepäck in Empfang nehmen konnten, als wir die Halle verließen, war es bereits dunkel, aber immer noch unvermindert warm. Am Ausgang strömte uns eine ganze Schar mehr oder weniger dunkelhäutige junge Männer entgegen und entriss uns unsere Koffer, ehe wir überhaupt reagieren konnten. Aber so schlimm, wie wir zuerst befürchtet hatten, war es dann doch nicht; es waren Einheimische, die  sich  als  Kofferträger  ein paar Dollars verdienen wollten. Ihre Preise waren allerdings mit 2 Dollar pro Koffer recht horrende, zumal zum Einen gar kein Träger notwendig gewesen wäre, da beide Koffer Rollen haben, und zum Anderen der Weg bis zum Transfer-Bus nur wenige Meter betrug.

Aber es war alles so schnell gegangen und im Urlaub ist man ja ohnehin weniger kleinlich als sonst, wir amüsierten uns eher über den ganzen Vorgang.

 

Als wir nun nach einem sehr langen Reisetag endlich total übermüdet in Cabarete in unserem Hotel mit dem schönen Namen „Bahia Linda“ ankamen, waren wir recht angetan. Soweit man das im Dunkeln noch sehen konnte, war es eine nette kleine Hotelanlage, die wie versprochen direkt am Meer lag. Das Zimmer war zwar recht klein, außer einem Doppelbett und einem Einbauschrank befand sich nichts darin, weder ein Tisch noch Sessel oder Stühle, aber wir dachten, dass man sich ja eh nur zum Schlafen dort aufhalten würde...

 

... Absolut unmöglich war das Bett, --- man hatte es besonders gut gemeint und zwei Matratzen übereinandergelegt. Das Ergebnis war eine Art Trampolin. Da die Matratze durchgehend für beide Betten war, wurde der Andere derart durchgeschaukelt, dass man seekrank wurde, sobald sich einer von uns auch nur leicht bewegte. Total gerädert stand ich beim ersten Anzeichen der Morgendämmerung auf, bewaffnete mich mit der Videokamera und ging an den Strand. Die Dämmerung schritt schnell fort und sehr bald tauchte am Horizont ein Wolkenwall am sonst klaren Himmel auf. Hinter diesen Wolken schickte die Sonne ihre ersten Strahlen über den Himmel, es sah aus wie eine rotgoldene Krone und ließ mich die Qualen der Nacht schnell vergessen...

 

...Das strahlend schöne Wetter ließ uns rasch unsere Müdigkeit vergessen und gutgelaunt begaben wir uns zum Frühstücks-Buffet im open-air-Strandrestaurant.

 

...Zum all-inklusive-Angebot gehörte auch die kostenlose Bereitstellung von Strandliegen und Wassersportgeräten. Da das Hotel nur zur Hälfte belegt war, war es auch nicht schwer, Entsprechendes zu ergattern. Nachdem wir uns zwei Liegen gesichert hatten, gingen wir schwimmen. Herrlich, selbst für mich, die ich eigentlich etwas wasserscheu bin, war es ein tolles Erlebnis, in ein 30 Grad warmes Meer einzutauchen. Dass es eigentlich nicht ganz so war, wie wir uns die Karibik vorgestellt hatten, war in diesem Moment vergessen.

 

Wir liehen uns jeder einen  Kajak aus. Sehr zur Gaudi aller anderen Gäste versuchten wir, in diese Boote einzusteigen. Bei den hohen Wellen war das aber gar nicht so einfach. Entweder warf einen die nächste Welle gleich wieder um, oder, wenn man es tatsächlich geschafft hatte einzusteigen, wurde man von den Wellen sofort zurück an den Strand gespült, und spätestens hier nach dem Aufsetzen von der nächsten Welle wieder ausgeschüttet. Dieses Schauspiel war stets für die übrigen Gäste eine willkommene Abwechslung, welches auch von allen Neuankömmlingen prompt vorgeführt wurde.

Irgendwann schafften wir es aber doch und paddelten ein Stück herum...

 

...Diese Art Kleinbus nennt man GwaGwa. Während der Fahrt hielt das Vehikel noch weitere zweimal an, um Fahrgäste aufzunehmen, die sich dann auf dem verrosteten Trittbrett stehend außen ans Auto hängten. In einem atemberaubenden Tempo fuhren wir nun so die 10 km nach Sosua. Das mit dem Aussteigen war übrigens auch genauso, wie Harro es beschrieben hatte. Man klopfte an die Bordwand und in der nächsten Sekunde legte der Fahrer eine atemberaubende Vollbremsung hin. Es wundert mich heute noch, dass dabei niemand vom Trittbrett gefallen ist...

 

...Was er uns über die Bauern und deren Ernte erzählte, war hoch interessant.

Er machte uns darauf aufmerksam, dass am Straßenrand und teilweise sogar über die ganze Straße verteilt weiße Flächen waren, die aussahen, als hätte es geschneit. Er erklärte uns, dass dies Reis sei, der auf diese Weise auf dem heißen Asphalt getrocknet werde. Dass dabei die Autos darüber fuhren, oder Hunde schnuppernd ihre Neugier stillten, interessierte niemanden. „In Deutschland wird dieser Reis dann als Bio- oder Naturreis in Reformhäusern angeboten und kostet etwas mehr, als der normale Reis. Karibisches Aroma hat eben seinen Preis!“...

 

An unserem letzten Urlaubstag war ein ungewohnt reges Treiben im Bahia Linda zu bemerken. Eine Art Oberaufseher scheuchte aufgeregt die übrigen Angestellten herum.

Neben der Strandbar etwa 10 m vom Meeresrand entfernt lagen seit unserer Ankunft zwei große Holztafeln im Sand, jede etwa 2x2 m groß. Eine der Tafeln war mehrfach gebrochen und bildete eine Vertiefung, in der sich Sand gesammelt hatte. An diesem Tag nun schaufelten zwei Mitarbeiter den Sand von dieser gebrochenen Tafel und hoben sie hoch, wobei sie vollends in Stücke zerfiel. Darunter kam ein Wasserloch zum Vorschein, in dem eine schmuddelige milchige Brühe schwappte...

...Der Tümpel erweckte unsere Neugier und wir fragten den Barkeeper, für was er denn gut sei. Wir erfuhren daraufhin, dass dies das Wasser sei, welches in die Behälter auf dem Dach des Hotels gepumpt wird und als Leitungswasser von den Gästen zum Duschen und Zähneputzen verwendet wird! Uns schauderte. Nun brauchten wir uns nicht mehr zu wundern, wieso mein Mann dort, wo er sich täglich rasierte, jede Menge kleine Eiterpickelchen bekam, die ihm auch später in Deutschland noch lange erhalten blieben...

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